Mannele-Rezept (Mannala): das elsässische Hefemännchen zum Nikolaustag

Von Redaktion Alsace Voyage
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Recette Mannala - Alsace Voyage
Recette Mannala - Alsace Voyage
Inhalt · 6 Abschnitte
  1. Herkunft und Tradition
  2. Zutaten für 10 bis 12 Mannele
  3. Zubereitung Schritt für Schritt
  4. Kleine Tipps vom Küchenchef
  5. Varianten
  6. Welcher Elsässer Wein passt zu Mannele?

Ein kleines Männchen aus Hefeteig mit Augen aus Rosinen oder Schokotropfen: Der Mannele (je nach Mundart auch Mannala, Manala oder Mannele genannt) ist die elsässische Leckerei zum Nikolaustag. Hier ein traditionelles Rezept, das sich zu Hause leicht nachbacken lässt – für den Geschmack der Dezembermorgen im Elsass.

Herkunft und Tradition

Im Elsass, aber auch in Lothringen (Moselle) und in anderen Regionen mit deutschsprachiger Tradition bekommen brave Kinder am 6. Dezember, dem Nikolaustag, Mannele geschenkt. Die Männchenform erinnert an den Heiligen selbst und an die Legende von den drei Kindern, die er aus dem Pökelfass rettete. Man isst sie zum Nachmittagskaffee oder zum Frühstück, in heiße Schokolade getunkt oder mit einem Glas Milch, und ab Ende November findet man sie bei allen elsässischen Bäckern.

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Zutaten für 10 bis 12 Mannele

  • 500 g Weizenmehl Type 405 (oder kräftiges Weizenmehl)
  • 20 g frische Hefe (oder 7 g Trockenhefe)
  • 250 ml lauwarme Vollmilch
  • 80 g Zucker
  • 80 g weiche Butter in Würfeln
  • 1 ganzes Ei
  • 8 g Salz (1 gestrichener Teelöffel)
  • Zum Bestreichen: 1 Eigelb und 1 EL Milch
  • Zum Verzieren: Rosinen, Schokotropfen oder Hagelzucker

Zubereitung: 30 Minuten • Gehzeit: 1,5 bis 2 Std. • Backzeit: 15 bis 20 Minuten

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Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die Hefe mit einer Prise vom Zucker in der lauwarmen Milch auflösen (die Milch darf nicht heiß sein, sonst stirbt die Hefe ab). 10 Minuten stehen lassen.
  2. In einer großen Schüssel oder der Küchenmaschine Mehl, restlichen Zucker und Salz mischen; das Salz dabei nicht direkt mit der Hefe in Berührung bringen.
  3. Hefemilch und Ei dazugeben und 5 Minuten zu einem gleichmäßigen Teig kneten.
  4. Die weiche Butter nach und nach einarbeiten und weitere 8 bis 10 Minuten kneten: Der Teig soll glatt und geschmeidig werden und sich vom Schüsselrand lösen.
  5. Mit einem Geschirrtuch abdecken und 1 Stunde bei Zimmertemperatur an einem zugfreien Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
  6. Den Teig zusammenschlagen und in 10 bis 12 Stücke zu je etwa 80 g teilen.
  7. Jedes Stück zu einer ovalen Rolle formen. Oben einen Kopf abdrücken, dann mit Schere oder Messer Arme und Beine einschneiden.
  8. Die Männchen mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Rosinen oder Schokotropfen als Augen und Knöpfe eindrücken.
  9. Nochmals 30 bis 45 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
  10. Vorsichtig mit der Eistreiche (Eigelb und Milch) bestreichen, nach Belieben mit Hagelzucker bestreuen und 15 bis 20 Minuten backen, bis die Mannele schön goldbraun sind.
  11. Vor dem Genießen auf einem Gitter etwas abkühlen lassen.

Kleine Tipps vom Küchenchef

  • Die Rosinen vor dem zweiten Gehen gut in den Teig drücken: Sonst fallen sie heraus oder verbrennen beim Backen.
  • Für eine fluffigere, faserige Krume den Teig am Vortag zubereiten und über Nacht langsam im Kühlschrank gehen lassen.
  • Mannele halten sich ein bis zwei Tage in einem Stoffbeutel oder einer luftdichten Dose; einige Minuten im Ofen aufgewärmt, werden sie wieder weich.
  • Ein Hauch Zitronenschale oder Vanille im Teig sorgt für ein feines Aroma, ohne das Rezept zu verfälschen.

Varianten

Je nach Familie ist der Teig mal mehr, mal weniger reich an Butter und Zucker. Manche Bäcker stecken dem Männchen eine kleine Pfeife aus Ton oder Kunststoff in die Hand, andere verzieren es mit Perlzucker. Kinder helfen begeistert beim Formen: Lassen Sie sie die Gesichter nach Lust und Laune gestalten.

Welcher Elsässer Wein passt zu Mannele?

Traditionell isst man Mannele mit einer heißen Schokolade. Für Erwachsene passen zum Nikolauskaffee ein Crémant d’Alsace oder, für Liebhaber süßer Weine, ein Gewurztraminer Vendanges Tardives gut zur Hefekrume. Mitten im Dezember ist auch ein elsässischer Glühwein aus Weißwein eine schöne Alternative.

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Lucas

Hallo, ich bin Lucas! Mein Herz schlägt für die Freuden des Essens, und hier im Elsass bin ich im Paradies. Ob ein Glas Riesling mit Freunden, eine reichhaltige Elsässer Sauerkrautplatte oder ein kulinarisches Abenteuer mit einem Heidelbeerkuchen – ich genieße jede Mahlzeit wie ein Fest. Mein Ziel? Ihnen Appetit zu machen mit Artikeln, die unsere lokalen Produzenten, talentierten Köche und köstlichen Spezialitäten feiern. Aber Achtung, ich esse nicht nur (na ja, fast): Ich schlage Ihnen auch Routen vor, um unsere Weinberge und Feinschmeckermärkte zu entdecken.